Kfz-Versicherung richtig und fristgerecht kündigen, wir zeigen wie!

Die Laufzeit einer Kfz-Versicherung beträgt i. d. R. immer ein Jahr. Der Großteil der Versicherer orientiert sich dabei immer noch an dem Kalenderjahr und vereinbart den Ablauf zum 31.12. eines Jahres. Ein paar Anbieter sind dabei aber auch zu einer „unterjährigen“ Hauptfälligkeit übergegangen, hierbei wird zum Beginndatum immer ein Jahr drauf gerechnet. Solche Verträge haben dann ein Ablaufdatum „mitten“ im Jahr! Ungeachtet dieses Ablaufdatums ist eins immer gleich, die Kündigungsfrist von einem Monat. Was ist ergänzend zur Kündigungsfrist zu beachten und in welchen Fällen dürfen Sie nie eine Kündigung aussprechen, ohne dass Ihnen von einem neuen Anbieter eine verbindliche Annahmebestätigung vorliegt? Lesen Sie weiter im folgenden Artikel …

Für eine fristgerechte Kündigung ist somit immer das Ablaufdatum zu ermitteln, können Sie zum 31.12. eines Jahres kündigen oder bereits vorher?

Eine Kündigung zur Hauptfälligkeit muss von Ihrer Seite nicht begründet werden, wichtig ist lediglich das diese fristgerecht und nachweisbar erfolgt. Daher empfiehlt sich, diese per Einschreibe-Brief oder Telefax mit Sendebericht zu versenden.

Hauptfälligkeit = Tag an dem der Beitrag fällig wird als auch Versicherungsbeginn

Erfolgt die Kündigung zur Hauptfälligkeit, nennt man diese auch „ordentliche Kündigung“. Ergänzend dazu gibt es auch die Möglichkeit der „außerordentlichen Kündigung“, welche z. B. bei einer Beitragserhöhung oder nach einem Schadenfall möglich ist. Somit kann u. U. eine Kfz-Versicherung auch während der regulären Vertragslaufzeit gekündigt werden.

In diesen Fällen können Sie kündigen:

  • Regulär zum Ablaufdatum, mit einer Frist von 1 Monat zur Hauptfälligkeit (oft bis spätestens 30.11. eines Jahres)
  • Der Versicherer hat den Beitrag erhöht ohne die Leistungen zu verbessern. Dieses Sonderkündigungsrecht können Sie auch mit einer Frist von 1 Monat beanspruchen und somit u. U. auch noch nach der Hauptfälligkeit.
  • Nach einem Schadenfall steht Ihnen und dem Versicherer ein Sonderkündigungsrecht zu (Frist 1 Monat).

Melden Sie Ihr Auto ab oder verkaufen dieses und der neue Halter veranlasst die Ummeldung, ist keine Kündigung erforderlich.

 

Eine Kündigung ist das eine, der Abschuss und Sicherstellung eines neuen Schutzes eine andere Aufgabe!

Bevor jegliche Form einer Versicherung gekündigt wird, ist immer auch erforderlich zuvor zu prüfen, ob ein neuer Vertrag darstellbar ist. Beim Wechsel einer Kfz-Versicherung kann man heute über das Internet einen neuen Vertrag innerhalb von 5 Minuten beantragen, dies läuft i. d. R. zu 99 % reibungslos ab.

Aber bei folgenden Gegebenheiten sollten Sie erst mit Ihrem neuen Versicherer klären, ob dieser einer Annahme 100 % zustimmt:

  • Hatten Sie zurückliegend Schadenereignisse (mehrere oder einen besonders hohen)?
  • Liegt zwischenzeitlich u. U. eine schlechte / negative Bonität vor (Thema Schufa etc.)

  • Hat ein Versicherer in der Vergangenheit Ihnen den Schutz gekündigt?
  • Haben Sie eine Sondereinstufung bei Ihrem aktuellen Vertrag? Diese muss der neue Anbieter nicht übernehmen!

Stören die o. g. Punkte Ihren neuen Versicherer, muss dieser gemäß gesetzlichen Vorgaben nur eine Haftpflichtdeckung mit gesetzlicher Versicherungssumme und jährlicher Zahlweise bieten. Die Absicherung von Teil- oder Vollkaskoversicherung ist dann nicht möglich!

Zur Orientierung, wie eine Kündigung aussehen muss, können Sie sich dieses PDF-Dokument anschauen: bitte klicken

Die Auswahl eines neuen Tarifes bzw. Versicherers sollte nie nur auf Basis des Beitrages erfolgen. Die Leistungen der Versicherer können sehr unterschiedlich sein und u. U. wichtige Merkmale nicht enthalten. Bei dem von uns zur Verfügung gestellten Versicherungsvergleich können Sie immer Preis und Leistung gegenüberstellen.

 



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Versicherungsmakler aus Leidenschaft
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